Dienstag, 24. Mai 2016

Hochzeitskissen und TTT - Tools and Tricks Tuesday #2



Das heutige Tool kennt wahrscheinlich jeder von euch. Ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt in die Reihe mitaufnehmen soll, aber da das Ding mir schon so viel Hilfe geleistet hat, muss es einfach mit rein.

Und zwar handelt es sich um diese Zange. Was ich so an ihr liebe? Ich hasse es einfach Knöpfe anzunähen und vor allem hasse ich Knopflöcher. Obwohl meine Maschine einen echt tollen Knopflochfuß hat, werden diese bei mir einfach immer ziemlich unschön... ich habe ich mittlerweile schon an einigen versucht, aber sie wollen mir einfach nicht gelingen.

Eigentlich hatte ich damals nicht vorgehabt, die Zange zu kaufen, sonder ich wollte lediglich eine Kam-Snap-Zange. Die nette Verkäuferin in meinem Lieblingsshop hat mir dann dazu geraten diese Zange zu nehmen, da sie sich preislich nicht sonderlich von der Kam-Snap-Zange unterscheidet und sie einfach vielseitiger ist. Man kann nicht nur Kam Snaps damit anbringen, sondern noch vieles, vieles mehr.


Zugegeben, ich verwende sie auch oft für Dinge, für die sie eigentlich nicht gemacht ist. Als Nähgewicht ist sie super oder auch wenn einfach mal rohe Gewalt nötig ist :D

Am häufigsten nehme ich tatsächlich die Kam Snaps, weil sie einfach so unheimlich praktisch, preiswert und hübsch sind. Wenn irgendetwas zu schließen ist, sind sie meistens meine erste Wahl, vor allem, wenn es schnell gehen muss.


So ist es mir nämlich letzte Woche ergangen, meine Cousine feierte ihre Hochzeit. Das frisch vermählte Ehepaar wünschte sich nur Geld und so hieß es kreativ zu werden. Meine Kreativität setzt allerdings irgendwie immer nur ein, wenn ich unter Druck stehe und so viel die finale Entscheidung, was es nun werden wird erst einen Tag vor der Hochzeit :D
Um kurz nach 10 am Samstag, dem Tag der Trauung, habe ich die letzten Kam Snaps angebracht (so ganz nebenbei, um 11.30 Uhr sollten wir dort sein, ich hatte noch nicht einmal geduscht)
Wir wären sogar tatsächlich noch rechtzeitig gekommen, wenn mir nicht kurz vor knapp noch zwei Strumpfhosen gerissen wären....

Doch unsere kleine Verspätung hat zum Glück kaum einer bemerkt, da wir ohnehin beim Aufbauen geholfen haben, somit blieb noch genügend Zeit bis zur eigentlichen Trauung.


                          Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/81/62/cf/8162cfd03e5bd7e37add480c98ef6207.jpg

Meine Entscheidung fiel auf ein Kissen, das ich bei Pinterest entdeckt hatte (Bild oben). Ich habe das Bild einfach kopiert, mit Paint das Ja ausgeschnitten, vergrößert und ausgedruckt, so hatte ich Appliziervorlagen. Das >AM 14.05.16< und das Herz habe ich mit der Maschine gestickt.


Leider gibt es nur das eine Bild vom Kissen, da ich wirklich keine Zeit mehr hatte welche zu knipsen und mir dieses vom Brautpaar geliehen habe :)

Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Woche!

LG Tascha



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Dienstag, 17. Mai 2016

TTT - Tools and Tricks Tuesday #1


Hattet ihr schon einmal diesen Eureka-Nähmomente?
Was das ist?
Der eureka moment ist im Englischen der Aha-Moment (das ist wohl das einzige Interessante, das ich durch unsere Sternchenlektüre in Englisch gelernt habe :D). Ich benutze seitdem ich die Lektüre „gelesen“ (zugegeben ich bin über die ersten fünf Kapitel nicht hinausgekommen, aber ich bin ja auch nicht ins Englischabi gegangen) habe nur noch diesen Ausdruck, weil ich aus irgendeinem Grund finde, dass es viel besser zu der Situation passt und spannender klingt.
Was das mit meinem heutigen Post zu tun haben soll? o.O
Das erkläre ich euch jetzt: In meiner Näh-Karriere habe ich bereits so viele Eureka-Momente gehabt, dass ich sie gar nicht zählen könnte. Hauptsächlich hatte ich diese Momente beim Durchstöbern des World Wide Webs, wenn ich mal wieder auf außergewöhnliche Tipps rund ums Nähen gestoßen bin. Dinge, die so einfach sind und einem die unangenehmen Dinge am Nähen, die es ja leider auch ab und an gibt, erleichtern.
In unregelmäßigen Abständen möchte ich euch hier am TTT – dem Tools and Tricks Tuesday die Dinge präsentieren, die mir einen Eureka-Moment beschafft haben. Vielleicht erlebt ja der Ein oder Andere von euch durch mich auch eine Erleuchtung, vielleicht sind diese Tricks auch sowas von offensichtlich und nur ich habe die Unterstützung des Internets gebraucht, um darauf zu kommen.
Wir werden sehen :D.


Heute möchte ich euch den Linealschneider von Snaply vorstellen. Den habe ich mir kurzerhand zu Weihnachten wünschen lassen, nachdem ich erst wenige Wochen zuvor von seiner Existenz erfahren hatte.
Da ich noch kein langes Lineal in meinem Besitz hatte, mit meinem Rollschneider irgendwie auf Kriegsfuß stehe und noch einen Wunsch zu Weihnachten übrighatte, dachte ich mir, weshalb nicht?
Und ich muss sagen, ich liebe dieses Ding so sehr, ich kann es mir aus meinem Werkzeugsortiment gar nicht mehr wegdenken. Während ich mit dem Rollschneider immer abrutsche und entweder krumme Schnitte fabriziere, oder das Messer in mein Lineal jage, bekommt man mit dem Linealschneider super gerade Nähte.


Wer jetzt denkt, das ist ja nur 11,5cm breit, was soll man denn damit groß Schneiden, dem verrate ich, dass ich kurzzeitig auch so gedacht habe, als ich das Lineal zum ersten Mal in der Hand hielt. Aber, man kann die Kante mit dem Messer an die Linien auf der Schneidermatte legen und mit dem Schneidelineal perfekt an dieser Linie abschneiden.
Eine super Sache, denn so kann man trotz der Zentimeterangaben auf dem Lineal, auch mit Inch arbeiten. So hat sich der Rollschneider von Snaply als mein bester Freund etabliert, wenn es ums Patchworken geht. Die kleinen Vierecke sind in Nullkommanichts geschnitten und ich kann an meine Lieblingsbeschäftigung gehen, dem Nähen.




So auch bei meinem aktuellen Projekt: dem Quilt für meine Gedel, meine Patentante.
Ich habe die 468 Quadrate wirklich sehr flink zusammengehabt und auch das Trimmen der großen Quadrate, die aus vier Kleinen bestehen, geht mit dem Linealschneider sehr schnell.


Was an diesem Lineal noch sehr gut ist, ist, dass man das Messer ganz leicht austauschen kann, indem man die Drehscheibe auf „Open“ dreht. Die Klingen sind die Handelsüblichen mit 45mm Durchmesser.


Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Woche (ich werde eine haben, denn ich genieße die letzten Schulferien meines Lebens! :D) !

LG Tascha




Anmerkung: Dies ist kein Werbepost, sondern entspricht meiner Erfahrung mit dem Produkt.











Dienstag, 10. Mai 2016

Paper Piecing


Es war mal wieder Zeit für ein neues Mäppchen, da mein altes etwas in Mitleidenschaft gezogen worden ist :D
Das hat mich nicht sonderlich geärgert, weil ich dadurch ein kleines Nähprojekt hatte, für das ich meine ganzen Stoffreste verwenden konnte. Mein Stoffvorrat wird aber einfach nicht kleiner, denn ich habe von allem Stoff noch so viel übrig, dass ich wahrscheinlich Monate ohne neuen auskommen würde, aber welcher Näherin geht es da nicht anders?
Ich wollte unbedingt einmal das Paper Piecing ausprobieren und habe mich deshalb entschieden, Flying Geese zu verwenden :D 
Das Paper Piecing hat wirklich Spaß gemacht und war auch sehr entspannend. Was mir am besten gefallen hat war, dass ich einmal nicht Ewigkeiten gebraucht habe, um genau zu zuschneiden, sondern nur ein etwa passendes Stück Stoff aus der Restekiste ziehen und losnähen.

Vor dem Nähen habe ich mich ein bisschen zu dem Thema schlau gemacht und mir einige Tutorials angeschaut, wenn man Paper Piecing bei meinem Freund und Helfer Google eingibt, bekommt man einen ganzen Haufen an Anleitungen. Da war es auch mal schön nicht Stundenlang nach einer passenden Anleitung zu suchen, wie ich das schon bei manch anderen Dingen gemacht habe.

Die Papiervorlage habe ich auch einfach aus Google-Bilder genommen, sie hatte glücklicherweise genau die richtige Größe für mein geplantes Projekt :))



Verwendet habe ich den Schnitt "Charlotte" aus dem Buch "Tolle Taschen selbst genäht", diesen habe ich schon einige Male vernäht. Mein altes Mäppchen war ebenfalls eine Charlotte.



Die Geschichte, weshalb mein altes Mäppchen nicht mehr zu gebrauchen ist, muss ich euch nun auch noch erzählen :D 
Ich saß vor etwa drei Wochen völlig nervös und aufgedreht vor meinem Bioabitur, hatte gerade alle Aufgaben durchgelesen und mich entschieden, welche ich nehme (man darf sich aus vier großen Aufgabenblöcken drei aussuchen, die man bearbeitet) und öffnete mein Mäppchen, um mein Geodreieck herauszuholen, da war dieses voll mit Schokolade verschmiert. Ich habe nämlich wenige Tage zuvor während des Matheabiturs von meiner Lehrerin ein kleines Schokohäschen auf den Tisch gelegt bekommen, als Glücksbringer und Nervennahrung. Da ich aber während der Klausuren höchstens wenige Sekunden hatte, um mir ein Apfelstück in den Mund zu schieben, habe ich den Schokohasen am Schluss einfach in mein Mäppchen geworfen. Dort muss er aufgegangen und geschmolzen sein.
Meine Nervosität war auf dem Höhepunkt, als ich das entdeckt habe. Die Zeit für die Prüfungen ist ohnehin sehr knapp und dann musste ich kostbare Minuten darauf verwenden wenigstens die Sachen sauber zu machen, die ich brauche. Aber schließlich ist alles gut gegangen, ich hatte genügend Zeit und so auch einen Grund etwas zu nähen :))


Ich wünsche euch eine schöne Woche!


LG Tascha

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Dienstag, 26. April 2016

Quilten


Es ist mal wieder ein bisschen mehr Zeit seit dem letzten Post verstrichen, wie ich geplant hatte, aber das hat auch einen sehr guten Grund: ich war voll und ganz gefangen im Abiturstress... eigentlich hatte ich bereits jede Menge neue Bilder  für neue Posts geknipst, aber die wollten sich einfach nicht hochladen lassen und die Zeit dieses Problem zu beheben hatte ich leider nicht...
Nun ist das ganze Chaos endlich vorbei! Kaum zu glauben, ich hatte vor fast genau zwei Wochen meine letzte Prüfung :D und ich habe wieder gaaaaanz viel Zeit mich meinem liebsten Hobby zu widmen: dem Nähen. Natürlich wird auch hier auf dem Blog wieder mehr passieren. Nun aber zum eigentlichen Thema :D


Üben macht ja bekanntlich den Meister! So ist es auch beim Quilten, das musste ich schmerzlich feststellen, denn natüüüürlich habe ich mal wieder dem Internet nicht getraut und mir gedacht, so schwer kann das doch nun wirklich nicht sein..... so habe ich dann meinen ersten Quiltblock total versemmelt (zum Glück nur ein Test-Block). 
Meine schlechte Erfahrung mit dem Freihandquilten hat dann dazu geführt, dass ich mich über ein halbes Jahr nicht mehr an das Quilten getraut habe. Ich bin aber so sehr verliebt in all die schönen Quilts, die durch das Internet wandern, dass ich mich noch nicht ganz vom Quilten abgewandt habe. 
Also heißt es üben, üben, üben... 
Hier sind nun meine ersten Versuchsquiltereien.


Ich habe drei einfache Quiltblocks genäht und dann mit einem relativ dünnen Volumenvlies (ich glaube es ist 1cm dick) und einem dunkelblauen Blumenstoff (von dem ich vergessen habe Bilder zu machen -.-) zusammengequiltet. 

Das Meandermuster, das ich zum Quilten ausgewählt habe, hat es mir gleich angetan, ich liebe es, wie das gequiltete Stück "bauschiger" wird.  


Dass die Meander relativ gleichmäßig sind, liegt nicht an meinem Naturtalent, sonder daran, dass ich mir das Muster mit Trickmarker vorgemalt habe, etwas, das ich bei einem Quilt leider nicht machen kann...

Einem der Blocks habe ich auch noch ein Binding verpasst, dass leider etwas schepp ist, da ich falsch zugeschnitten habe -.- außerdem hat das mit dem Anfang und Ende des Bindings vernähen irgendwie nicht so funktioniert, wie in den Tutorials, die ich studiert habe... Beim nächsten Mal dann hoffentlich :D

Der Block an sich ist ziemlich schief geworden, irgendwie passen die Nähte nirgends richtig zusammen, aber durch die Meander fällt das zum Glück nicht so sehr auf.


Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

LG Tascha


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Dienstag, 1. März 2016

Patchworkdecke


Ja, ich habe meinen Blog eine ganze Weile ruhen lassen und das hat mir wirklich weh getan...aber leider war ich mitten in der Klausurenphase, sodass das liebe Maschinchen für eine ganze Weile einsam und allein im kalten Nähzimmer stand...

Doch die gute Nachricht: Sie rattert wieder, so als hätte sie niemals still gestanden! 
Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, der Blog erstrahlt in neuem Design! Ich habe einige mehr oder weniger erfolgreiche Stunden damit verbracht hier alles ein bisschen umzufriemeln und bin wirklich zufrieden mit dem neuen Erscheinungsbild.
Ein paar Dinge funktionieren noch nicht ganz so fehlerfrei, aber ich bin dran :D

Aber nun zurück zum Thema, in den letzten Tagen ist schon so einiges entstanden, aber heute gibt es erst noch einmal was etwas Älteres, das schon fast in Vergessenheit geraten ist.

Zum vorletzten Weihnachten habe ich meinen Eltern eine Patchworkdecke genäht und sie kam auch wirklich sehr gut an.
Nachdem die bestellten Stoffe für die Decke mit seeeeehr viel Verspätung bei mir eingetroffen waren, hatte ich nur noch ein paar wenige Tage, um mein zu diesem Zeitpunkt noch größtes Projekt fertig zu stellen. Weihnachten wartet ja schließlich nicht. Ich war also Tag und Nacht fleißig am Zuschneiden, Nähen und Bügeln. Letztendlich ist sie aber zum Glück rechtzeitig fertig geworden und ziert seit dem als Tagesdecke das Bett meiner Eltern.



Vor ein paar Tagen bin ich dann endlich dazu gekommen die Decke zu fotografieren. Da habe ich mich riesig drauf gefreut, denn seit einiger Zeit bin ich sehr großer Fan von diversen amerikanischen Quilt-Bloggern. Es ist immer wieder faszinierend, wie diese ihre Quilts in Szene setzten, da wird die Decke auch mal mit zum Grand Canyon genommen, um Bilder zu knipsen. 



Ich muss schon sagen, etwas komisch hat es sich schon angefühlt die Decke in der Öffentlichkeit auszupacken und ein paar schräge Blicke habe ich auch geerntet, aber das hat sich meiner Meinung nach mehr als gelohnt!



Die Decke ist nur wenige Wochen, nachdem meine Kombi-Stick-und-Näh-Maschine endlich bei mir eingetroffen ist, entstanden, weshalb ich auch gleich noch einen Weihnachtsgruß auf die Decke gestickt habe.
Die Stoffe sind alle von Stoffe.de und das Volumenvlies aus einem Stoffgeschäft in meiner Nähe. Es ist relativ dünn, aber ich weiß nicht mehr genau welches ich genommen habe.


LG Tascha

Dienstag, 17. November 2015

Kopfhörerclips


Heute habe ich nur eine Kleinigkeit für euch. Nein, ich bin keinesfalls untätig, allerdings sind meine derzeitigen Projekte noch nicht fertig.


Als ich diese superpraktischen Kopfhörerclips aus Filz gesehen habe, war ich total begeistert. So einfach und doch so praktisch. Mir war sofort klar, dass ich solche auch dringend brauche.

Die Clips sind wirklich super schnell genäht und verhindern das Verknoten der Kopfhörer-Kabel. Wie viele Stunden habe ich schon damit verbracht alle Knoten zu entfernen, da habe ich lieber keine Musik gehört, aber das hat nun ein Ende.

Eine schöne Woche wünsche ich euch allen.
LG Tascha  

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Dienstag, 10. November 2015

Letzte Dirndltasche

So heute gibt es die letzte Dirndltasche. Bei uns gibt es dieses Wochende das letzte Oktoberfest (ja, im November ;D). Zum Schluss ist nun meine eigene Tasche entstanden, die eigentlich zu erst geplant war. Aber wie das so ist, die Dinge für einen selbst werden immer wieder von Aufträgen verdrängt.
Letzte Woche habe ich dann endlich ein wenig Zeit gefunden mein kleines Täschchen zu nähen.
Beim Stoffbestellen existierte ein ganz anderes Bild in meinem Kopf, wie das Dascherl aussehen soll. Mit der Zeit habe ich meine Pläne komplett umgeschmissen.


Nach reichlicher Durchsuchung des Internets wollte ich unbedingt eine Herztasche, allerdings kam für mich nicht in Frage, diese nur mit Snaps zu schließen. Das wäre mir gerade im vollen Festzelt zu unsicher. Deshalb war klar es muss ein Reißverschluss her.


Das es aber ein bisschen schwierig wird mit der Herzform und dem Reißverschluss habe ich nicht bedacht... Es war etwas kniffelig, aber das Ergebnis hat mich positiv überrascht, denn ich hatte befürchtet meinen Plan doch noch umschmeißen zu müssen.
Die Stickdateien habe ich in den Weiten des Internets auf einer amerikanischen Seite gefunden, was mich doch überrascht hat.

Mit einem Zierstich habe ich den Rand noch verziert.

Hinten sorgen zwei Laschen dafür, dass man die Tasche auch in die Schürze einfädeln kann und somit vollkommen frei tanzen kann, ohne, dass etwas verloren geht :)



Die Dirndltasche macht jetzt noch die übliche Linkrunde bei Creadienstag, Dienstagsdinge, TT - Taschen und Täschchen, HOT - Handmade on Tuesday und Herzensangelegenheiten.

LG Tascha

Dienstag, 3. November 2015

Tutorial Trachtentasche "Resi"



Tutorial Trachtentasche "Resi"


 Während des Nähens der beiden Trachtentaschen kam mir der Gedanke, daraus einfach ein Tutorial zu machen. Gedacht, getan ;D.

Das Oktoberfest ist ja seit einer ganzen Weile wieder rum, aber vielleicht habt ihr auch noch die ein oder andere Motto-Party vor euch, so wie ich. Da ist eine selbst genähte Tasche der perfekte Hingucker.
Aber natürlich geht das Täschchen auch ganz neutral ohne Oktoberfest-Schnick-Schnack für den täglichen Gebrauch.

Eines noch vorab, dann geht es auch wirklich los: Ich würde mich sehr über Bilder eurer genähten Werke freuen, sendet mir doch einfach eine Mail (kirschtasche7@gmail.com). 

Da ich beim Nähen nicht drangedacht habe mit zu knipsen, gibt es ein digitales Tutorial: 



Ihr benötigt folgende Materialien:
1 x Filz
(die Stärke hängt von eirem Belieben und der Leistungsfähigkeit eurer Maschine ab, meine hat den 3mm dicken gut gepackt, beim 4mm Filz hat allerdings der Zierstich gestreikt - was 1mm ausmachen kann...)
1 x Futterstoff
1 x Steckschloss
Kram zum Betüddeln 

Schritt 1: Zuschneiden
Nachdem der Stoff/ Filz nach den Angaben, dir ihr in dem PDF Schnittmuster findet, zugeschnitten ist, müsstet ihr flgende Teile vor euch liegen haben:

Filz

--> bei mir: dunkelgraue Teile
1 x Teil A
1 x Teil B
(optional 2cm breiter Streifen für Henkel)

Futterstoff
--> bei mir: blau-karierte Teile
2 x Teil B 

 
Schritt 2: Betüddeln

Zu aller erst werden alle Verschönerungen auf den Filz genäht, gestickt, appliziert. Bei mir sind das ein quer verlaufendes Schrägband und eine Herzapplikation, eurer Fantasie sind dabei aber keine Grenzen gesetzt :D 

Wer die "Resi" gerne mit Henkel zum Umhängen nähen möchte, sollte nun diese am Schnitteil A anbringen.


Schritt 3: Außentasche
1. Die beiden Teile aus Filz rechts auf rechts zusammennähen.

2. Die Nahtzugabe zurückschneiden und die Außentasche gut wenden.


Schritt 4: Innentasche

1. Die beiden Futterteile rechts auf rechts zusammennähen.
Schritt 6: Steckschloss anbringen (1)

1. Dieses Teil des Steckschlosses am Schnittteil B aus Filz anbringen.



Schritt 5: Zusammennähen der Außen- und Innentasche

1. Innentasche rechts auf rechts über die Außentasche stülpen.
2. An der vorderen Seite (Seite ohne Taschenklappe) mit 1cm Nahtzugabe zusammennähen.
3. Innentasche wenden und in die Außentasche legen (links auf links), ein Teil des Futters schaut wegen des Filzes auf der vorderen Seite heraus und erziehlt den gewünschten Effekt. 


4. Nun wird die Nahtzugabe der noch nicht vernähten Hälfte umgeklappt und die ganze Innentasche ein Mal rund herum abgesteppt (dabei wird die Öffnung zwischen Schnitteil A aus Filz und Innentasche geschlossen). Wer möchte kann dies mit einem Zierstich machen.

Schritt 6: Steckschloss anbringen (2)

1. Nun wird der zweite Teil des Steckschlosses an der Taschenklappe angebracht.

und dann ist die auch schon fertig, eure Filztasche "Resi".
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausführen und falls es Fragen gibt, oder etwas unverständlich ist, schreibt einfach eine Mail oder ein Kommentar :D

LG Tascha


Dienstag, 20. Oktober 2015

Trachtentasche die Zweite












Ich habe euch ja bereits hier den Prototypen der Trachtentasche für meine Freundin, die sie sich selbst machen wollte, präsentiert. Leider war am Nähabend nicht genügend Zeit, um fertig zu werden und si hat auch rasch bemerkt, dass Nähen nicht so ihr Fall ist :D
Als ich ihr dann angeboten habe, die Tasche für sie fertig zu nähen, war sie sichtlich erleichtert.

Leider lag das Täschchen dann ein kleines Weilchen unfertig in meinem Nästübel herum, weil ich einfach wahnsinnig viel um die Ohren hatte.

Als ich endlich Zeit gefunden hatte ist zu allem Übel auch noch einiges schief gelaufen. Die Stickdatei ist viel zu groß geworden, obwohl ich das kleinstmögliche Format ausgewählt hatte, das Innenfutter wollte nicht wirklich passen, die Henkel sind schief geworden und zu allem Überfluss waren dann auch noch Filz und Futter zusammen zu dick für den Zierstich.

Also blieb mir nichts anderes übrig als loszufahren und neuen Filz zu besorgen (dieses Mal genau den gleichen, wie beim Prototypen, nur eine andere Farbe).
Die Trachtentasche ist kurz vor knapp fertig geworden, aber sie gefällt sehr gut.


Ich habe alles so gemacht, wie beim ersten Modell auch, da meiner Freundin diese Version richtig gut gefallen hatte.


Nur die Farben sind natürlich anders, die Tasche muss ja schließlich zu ihrem blauen Dirndl passen.

Wie beim letzten Mal habe ich auch bei dieser mit dem Herzzierstich abgesteppt.
Und der Filz hat sogar für Henkel zum Umhängen gereicht :D


Das Täschchen macht jetzt noch die übliche Linkrunde bei:
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Eine wunderschöne Woche wünsche ich euch!

LG Tascha

Dienstag, 13. Oktober 2015

Besuch auf dem Stoffmarkt

Zu aller erst möchte ich euch noch ein Kissen zeigen, dass ich im letzten Frühjahr/ Sommer für eine Freundin genäht habe. (Dann komme ich aber ausführlich auf die Überschrift dieses Posts zu sprechen/ schreiben :D)

Ein unkompliziertes Patchwork-Kissen war gewünscht, passend zu den Farben ihres Schlafzimmers. Die Stoffe hatte sie sich selbst auf dem Stoffmarkt im Frühjahr ausgesucht.
Wieder einmal mit einfachem Hotelverschluss. 

Sooo nun aber zum Stoffmarkt *.* Ich liebe ja Stoffmärkte, wie wahrscheinlich jede Näherin. Doch irgendwie verpasse ich die Märkte in meiner Nähe immer und immer wieder.
Dieses Mal habe ich es aber endlich geschafft mir das Datum zu merken (war auch nicht schwer, ich habe es nämlich erst drei tage zuvor erfahren, wie ich euch ja bereits berichtet habe von einer der Mädels vom Nähabend). 
Es war dann nur recht schwer in dieser kurzen Zeit jemanden zu finden, der mit mir auf den Stoffmarkt gehen will...
Deshalb habe ich es dieses Mal gewagt alleine zu gehen. Ich muss gestehen, ich hatte wirklich etwas Bammel, ob ich es tatsächlich schaffe mich ALLEINE zu entscheiden.

Ich mag es gerne geplant und durchorganisiert, auch beim Stoffmarktbesuch. Deshalb schreibe ich mir immer einen Zettel, auf dem die Sachen stehen, die ich WIRKLICH brauche und von denenich auch eine exakte Vorstellung habe. Solche Punkte wie "schöner Stoff für irgendwas" kommen gar nicht mehr auf meine Liste (das ist echt peinlich aber meine ersten Stoffmarkt-Einkaufszettel sahen wirklich so aus :D), denn ich kaufe meine Stoffe immer nur für bestimmte Projekte ein und nicht, weil sie mir so gut gefallen. Manchmal ist das wirklich schwer, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einen wunderhübschen Stoff gekauft habe, ihn aber immer noch nicht vernäht habe, denn er soll ja schließlich etwas besonderes werden. Der Kauf ist mittlerweile zwei bis drei Jahre her und der Stoff gefällt mir gar nicht mehr so gut...

Mit meiner Liste, einer groooooßen Handtasche, in die dann auch ein paar gefüllte Tüten reinpassen, ging es dann nach langer Vorfreude auf den Markt.
Die nächste Erfahrung hat gezeigt: erst schauen, dann kaufen.
Denn wer weiß, vielleicht hat der letzte Stand die schönsten und billigsten Stoffe, ich habe aber mein ganzes Geld bereits bei den ersten drei ausgegeben :// Deshalb mache ich immer zwei Runden, einmal schaue ich was es wo gibt und in der zweiten kaufe ich die Stoffe, die mir am besten gefallen haben (es ist eine ziemliche Herausforderung den Überblick zu behalten und nach der ersten Runde noch zu wissen, wo welcher Stoff lag...)

Diesen Plan wollte ich ursprünglich auch dieses Mal beibehalten, allerdings sind aus den zwei Runden dann doch drei geworden, weil ich einfach sooo gerne die hübschen Stoffe streichle und schauen wollte, ob nicht doch noch was für mich dabei ist, was ich unbedingt brauche.

Ich war auch ziemlich erfolgreich und habe nur drei Stoffe gekauft, die nicht auf meiner Liste standen, ich finde, dass ich ein riesiges Lob wert *selbst auf die Schulter klopf*

Ich starte mal unten: Das Sonnenblumen-Wachstuch war ein Wunsch meiner Oma, die eine Sonnenblumen-Fanatikerin ist und alles damit sammelt. Als ich ihr vor einigen Tagen das ergatterte Stück zeigte ist sie ausgerastet vor Freude. (mein Opa hat immer noch einen Tinnitus)

Den weißen Baumwollstoff habe ich zum Experimentieren mitgenommen. Ich habe nämlich vor, mich ein wenig im Quilten zu üben, da ich seit langer, langer Zeit von einer Quiltdecke für mein Schlafzimmer träume, mich aber bisher noch nicht dran gewagt habe.
Zusätzlich gab es noch Schrägband für die Tischdecke, einen Reißverschluss und Vlieseline (habe ich auf den Bildern vergessen)

Nun zu den drei Stoffen, die nicht auf meiner Liste gestanden haben. Ich mag es immer sehr gerne, wenn ich mindestens ein Teil habe, ich das ich mich so schrecklich verliebt habe, dass ich es ständig streicheln muss. Als ich meine Lise dann aber abgearbeitet hatte, war kein solches dabei. Da habe ich mich noch einmal druch ein paar Wühlkisten gesucht und drei Schätzchen hervor gezaubert.
Halt, bevor ihr jetzt denkt, ich hätte meine eigenen Kaufregeln gebrochen, das habe ich nicht, denn diese Stoffe waren bereits verplant, als ich sie in die Hand genommen habe, sie sollen nämlich in meine Quiltdecke mit eingearbeitet werden. 
 
Zum Schluss eines wirklich langen Posts (danke, dass ihr so lange durchgehalten habt <3) noch ein lustiges Ereignis: Als ich gerade an einem der Stände Stoffe gestreichelt und gegrübelt habe, welchen ich jetzt kaufen soll, ist folgendes passiert: Ein Mann mit ziemlich genervtem Gesichtsausdruck, vollgepackt mit Tüten, Kind und Kinderwagen ruft wütend: "Nein Schatz! Nicht schon wieder Sterne! Du hast mindestens fünf Stoffe mit Sternen zuhause!"
Natürlich musste ich ziemlich schmunzeln, denn bei mir sind es nicht die Sterne, sondern blaue Stoffe. Ich bin ziemlich stolz, dass bei diesem Stoffmarktbesuch keine Blauen in meine Tüte gewandert sind. Davon habe ich einfach sooo unfassbar viele.

Wie ist es bei euch? Auch Sterne oder Blaues?

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

LG Tascha
 
Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HOT - Handmade on Tuesday, Kissenparty 2015